Projektentwicklung am Nollendorfplatz

Berliner Büroprojekt No6 soll „ökologisches Vorbild“ werden

Berlin

Noch lädt die Kunstausstellung „Game Over“ ein, das Gebäude am Nollendorfplatz 6 in Berlin zu entdecken. Und auch in Zukunft soll es hier einladend bleiben: Mit No6 plant das Immobilienunternehmen Bauwens dort eine moderne Büroimmobilie mit einer Fläche von rund 5.700 Quadratmetern, die im Erdgeschoss Raum für Cafés und Gastronomie bietet. Zudem soll das Gebäude höchsten Nachhaltigkeitsstandards genügen.

Das etwa 1.500 qm große Grundstück direkt neben dem denkmalgeschützten Metropoltheater wurde bis Sommer vergangenen Jahres als Spielhalle genutzt – bis die Künstlergruppe „Die Dixons“ in das zweigeschossige Gebäude einzog. Die kreative Zwischennutzung verwandelte das Haus mit bunten Farbtupfern, Neonlicht und Projektionen in ein Erlebnis der besonderen Art. Gut 80 Kreative haben sich an dem wunderbaren Wandel beteiligt, der Realität und Virtual Reality verschwimmen lässt. „Game Over” feierte gerade mit einem Hoffest und zahlreichen Besuchern einen zwischenzeitlichen Höhepunkt. Die Kunstausstellung wird noch bis Oktober zu sehen sein. Mit dem Fest wurde zugleich der Startschuss für die Zukunft des Geländes gegeben.

Denn ab Ende 2022 wird die derzeitige Bebauung einem modernen Bürokomplex mit sechs Geschossen aus ressourcenschonenden Materialien und mit einem nachhaltigen Energiekonzept weichen. „Sowohl bei der Errichtung als auch im Betrieb wollen wir ein ökologisches Vorbild sein, das über die Bezirksgrenzen hinaus ausstrahlt und Impulse für alternative architektonische Denk- und Umsetzungsweisen bietet“, erklärt Sophie Block, Bereichsleiterin Berlin bei Bauwens, die Motivation für das Projekt. Neue Wege bei der Auswahl des verwendeten Baumaterials sollen das möglich machen. So werden zum Beispiel die bodentiefen Fenster in Holzrahmen eingefasst und mit einer Bronzeabdeckung aus recyceltem Kupfer verkleidet. Auch durch die Nutzung von Photovoltaik und Erdwärme sowie hocheffizienter Dämmung, Sonnenschutz und Wärmerückgewinnung im Lüftungssystem soll das Ziel eines möglichst CO2-neutralen Gebäudes erreicht werden. Das Ergebnis soll die Standards DGNB Platin, WELL Core und Shell Platin erfüllen.

„Die Form- und Raumgestaltung von No6 entstand im engen Abgleich mit den Begebenheiten und kulturellen Kontexten vor Ort. Das Projekt atmet den historischen Geist der Nachbarschaft, interpretiert ihn aber gänzlich neu“, so Klaus Ransmayr, Design Director und Partner vom für die Ausführung zuständigen Architekturbüro HENN. Der von oben gesehen T-förmige Baukörper nimmt mit seiner Fassade dezent Bezug auf die Proportionen und Rundungen des benachbarten Metropoltheaters. Das zurückgesetzte Dachgeschoss bietet Raum für eine dem Platz zugewandte Stadtblick-Terrasse, während auf der Hofseite ein weitläufiges Sonnendeck mit Begrünung möglich wird. Der Bauantrag für No6 soll im Herbst 2022 eingereicht werden.

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